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Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 4
(2003), Heft 1
"Das Theater muss sich beim Publikum durchsetzen, nicht
das Publikum beim Theater."
Federico García Lorca,
Plauderei über Theater
Marburger Forum: Victoria, du bist 26 Jahre alt, lebst in München und bist Schauspielerin. Wie bist du zu diesem Beruf gekommen?
Victoria Mayer: Nach dem Abitur habe ich zwei Jahre als Regie-Assistentin gearbeitet, zunächst in Marburg, dann in Salzburg und München. Währenddessen habe ich mich an staatlichen Schauspielschulen beworben, und bin im Sommer 97 an der bayerischen Theaterakademie in München aufgenommen worden.
MF: Du hast folglich eine sehr renommierte Schauspielschule besucht.
Viktoria Mayer: Die Theaterakademie ist eine von ungefähr siebzehn solchen staatlichen Schulen im deutschsprachigen Raum, also einschließlich Österreich und der Schweiz. In München habe ich acht Semester lang Schauspiel studiert. Die Theaterakademie ist eine sehr junge Schule, sie existiert erst seit 1993.
MF: Seither hast du in einer ganzen Reihe von Produktionen mitgewirkt, welche waren das zum Beispiel?

Victoria Mayer
Victoria Mayer: "Kill your ego" von André Wilms, im Marstall München, also im Residenztheater, dann habe ich im Theater in Ingolstadt "Liebe macht erfinderisch" von Goldoni gespielt unter der Regie von Michael Wedekind, danach am Schauspielhaus Frankfurt in "La Vie de Bohème", auch unter der Regie von André Wilms, mitgewirkt (letzten Herbst). Die "Vagina-Monologe" von Eve Ensler habe ich am Metropol-Theater in München gemacht und "Yerma" von Federico García Lorca. Hierbei handelte es sich um eine Diplom-Inszenierung von einer Mitstudentin, Christiane Schneider, an der Theaterakademie München.
MF: Du hast also immer wieder wechselnde Engagements, aber keine feste Anstellung und strebst sie auch nicht an? Warum nicht?
Victoria Mayer: Nach der sehr "vollgepackten" Schule wollte ich mich umschauen - auch drehen, also verschiedene Sachen ausprobieren und nicht in ein festes Engagement gehen.
MF: Yerma, die Hauptfigur in dem gleichnamigen Lorca-Stück, war bisher eine deiner größten Rollen. Wie ist es dazugekommen?
Victoria Mayer: Ich hatte mit der Regisseurin bereits auf der Schule in einem Projekt zusammengearbeitet. Christiane hat die Schule für ein Jahr verlassen, um anderes auszuprobieren. Sie ist dann zurückgekommen und hat ihr Diplom gemacht. In diesem Zusammenhang hat sie mich gefragt, ob ich die Hauptrolle übernehmen will.
MF: Sprechen wir über dieses Stück genauer. Könntest du uns kurz den Inhalt schildern?
Victoria Mayer: Lorca hat das Stück Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts geschrieben. Es geht darin um eine junge Frau, die seit 2 1/2 Jahren verheiratet ist und in einem kleinen spanischen Dorf lebt. Zu der Zeit gehörte es in Spanien zur selbstverständlichen Aufgabe der Frau, Kinder zu gebären. Aber Yerma bleibt kinderlos. Sie wünscht sich immer sehnlicher, schwanger zu werden, aber ihr Mann entzieht sich ihr immer mehr. Ich schildere jetzt nicht alle einzelnen Handlungsverläufe - die Situation spitzt sich immer mehr zu, und schließlich ermordet Yerma ihren Mann, nachdem er ihr drastisch klar gemacht hat, dass sich ihre Hoffnung nie erfüllen wird.

Jannnis Spengler, Victoria Mayer
MF: Du hast es schon gesagt: diese "tragische Dichtung", wie Lorca sein Stück nennt, ist vor zirka 70 Jahren entstanden. Wer die Bilder der Münchner Aufführung betrachtet, nimmt sofort wahr, dass diese Szenen nicht in einem spanischen Dorf vor der Zeit des Bürgerkrieges spielen. Hier hat sich Grundlegendes geändert.
Viktoria Mayer: Ich habe bereits vor den Proben an Gesprächen mit der Regisseurin und dem Dramaturgen teilgenommen. Die Hauptfrage lautete damals: was ist an dem Stück heute noch interessant? Man entschied sich dafür, es in einer modernen Großstadt spielen zu lassen (und nicht in einem Bauerndorf, womit heute wohl noch die Wenigsten etwas verbinden könnten). Der Kinderwunsch Yermas hingegen ist durchaus noch aktuell – z.B. die Zahl der künstlichen Befruchtungen steigt und steigt und steigt. Wir wollten einfach versuchen, diese Geschichte - deren Begriff von "Ehre" mit heutigen Verhältnissen nicht mehr viel zu tun hat - auf eine heutige Weise zu erzählen.
MF: Mit anderen Worten, das gesamte Umfeld ist in die Gegenwart verlegt?
Victoria Mayer: Wir haben uns überlegt, dass Juan, Yermas Mann, ein Architekturbüro hat. Yerma arbeitet gleichfalls in einem Büro. Sie geht einkaufen, sie hat Freundinnen, mit denen sie zum Beispiel auch die Oper besucht.
MF: Jetzt muss ich dazwischenfragen: im Text, der von euch gesprochen wird, ist aber nach wie vor die Rede etwa davon, dass Juan die Obstbäume beschneidet oder Scharfherden hütet.
Viktoria Mayer: Ja, Juan ist Bauer bei Lorca. Victor, ein Jugendfreund Yermas, ist eigentlich Hirte - aber wir haben uns für ihn auch etwas überlegt, etwa dass er einen mittelständischen Betrieb besitzt. Diese Ideen waren für die Inszenierung selbst nicht entscheidend, aber sie haben uns gewissermaßen den Hintergrund der Interpretation geliefert. Den Text selbst haben wir nicht geändert. Es ist also nicht so, dass Juan etwa nach Hause kommt und seiner Frau berichtet, er habe heute ein Hochhaus gebaut. Wir wollten die Bilder lassen, aber sie heutig sprechen.
MF: Sind diese Grundideen ursprünglich in erster Linie von der Regisseurin entwickelt worden, oder habt ihr das mehr gemeinsam gemacht?
Victoria Mayer: Die Idee stammte von der Regie und der Dramaturgie. Mehr aus Zufall war ich bei der Konzeption schon sehr früh dabei. Dafür war ich sehr dankbar, weil ich so vom Beginn an einsteigen konnte und nicht erst zum Probenbeginn. Das hat mir sehr geholfen.
MF: Die Szenen-Abfolge und auch der Text des Stückes sind mithin nicht geändert (bis auf die üblichen Text-Kürzungen) ...

Jannis Spengler, Victoria Mayer
Victoria Mayer: Das kann man so sagen. Allerdings haben wir viele kleinere Sachen gestrichen, die heute nicht mehr nachvollziehbar sind (die Schwägerinnen, die Juan Yerma ins Haus schickt, um sie zu bewachen). Außerdem hat die Regisseurin einzelne Figuren aufgeteilt: es gab zum Beispiel nicht mehr eine Maria (Yermas Freundin), sondern vier, nicht mehr eine, sondern drei alte Frauen; so entstand ein größerer Freundeskreis, der verschiedene Aspekte der Grundproblematik darstellte. So hatte Maria 1 schon ein Kind, Maria 2 wurde gerade schwanger, Maria 3 wurde von einem Mann gespielt, war also transsexuell, da waren Kinder natürlich gar kein Thema. So wurden verschiedene Lebenswege, Yermas Freundinnen betreffend, erzählt.
MF: So wird also ein ganz modernes Leben gezeigt: Yerma geht einkaufen in den Supermarkt oder ins Schuhgeschäft etc. Insgesamt ist das ein gänzlich anderer Zusammenhang als der von Lorca im Stück beschriebene. Noch einmal also und gleichsam mit Nachdruck die Frage, warum zu dieser neuen - heutigen - Situation der "alte" Text gesprochen wird?
Victoria Mayer: Es handelte sich um den Versuch, mit diesem Text eine moderne Geschichte zu erzählen. Denn die Geschichte selber ist ja "heutig": wir sprachen schon über die Kinder-Sehnsucht. Wir wollten den Text nicht ändern, weil er wunderschön ist; und wir wollten zeigen, dass man Lorca heute auch noch erzählen kann. Vieles aus der Vergangenheit lässt sich heute noch erzählen, ohne die Texte komplett zu zerstören. Eigentlich ist das ganz gut aufgegangen. Wenn Juan nach Hause kommt und erzählt, er habe die Bäume beschnitten, könnte er auch berichten, er habe wieder so viele Überstunden machen müssen - im Grunde kommt das auf dasselbe heraus. Man kann mit dem Text, ohne ihn zu ändern, das eine, wie das andere erzählen.
MF: Yerma will unbedingt ein Kind - du hast einmal angedeutet, es könnte sich auch um einen Porsche o.ä. handeln, letztlich ginge es also um einen austauschbaren Konsumwunsch. Was wäre folglich für euch der Gehalt oder die Substanz des Stückes?
Victoria Mayer: Das ist eine Frage, die ich so gar nicht beantworten wollen würde. Ich würde mich sehr schwer damit tun, zu definieren: dies ist es, was wir sagen wollten. Es ging eigentlich darum, diese Geschichte zu erzählen. Die Geschichte einer Frau, die an ihrer Sehnsucht zerbricht. Für uns war "Sehnsucht" ein sehr wichtiges Thema. Bei Yerma handelt es sich nun einmal um das Kind, aber es könnte auch etwas anderes sein. Kinder sind jedoch für Frauen ungeheuer wichtig. Wir haben uns in den Vorgesprächen sehr viel über Mutter-Sehnsüchte, über die biologische Uhr und Ähnliches unterhalten.

Elisabeth Wasserscheid, Victoria Mayer, Sinikka Schubert
Hinzukommt aber noch etwas anderes. Im Gegensatz zu Lorcas Yerma, die nicht viele Möglichkeiten hat (selbstverständlich hat sie keinen Beruf, sie darf eigentlich das Haus nicht verlassen), haben heute Frauen in Yermas Alter alle Möglichkeiten. Wir können berufstätig sein, wir können Kinder bekommen oder auch nicht, und wir müssen überlegen, ob wir jetzt oder in fünf Jahren schwanger werden wollen oder gar nicht, ob wir vielleicht für ein Jahr nach Amerika gehen wollen etc. Kurz, es gibt so viele Möglichkeiten - und seit kurzem gibt es den Begriff der "Quarterlifecrisis", der die Situation junger Menschen beschreibt, die nach dem Abschluss ihres Studiums planlos "in der Mitte" stehen und nicht wissen, was sie anfangen sollen, die so verloren sind in den ganzen Möglichkeiten, dass sie ernsthafte psychische Probleme bekommen.
MF: Was du jetzt beschreibt, ist eigentlich das komplette Gegenteil der Situation Yermas, die sich gegen die traditionellen Begriffe von Ehre usw. zu wehren hatte und gänzlich festgelegt war; heute hingegen befinden wir uns und besonders die jungen Leute in einer Beliebigkeit, die nur zu leicht auch als Sinnlosigkeit empfunden wird.
Victoria Mayer: Worüber wir jetzt sprechen, war für uns ein Diskussionsgegenstand in der Vorbereitungsphase. Yermas Problem ist ja nicht, dass sie so wahnsinnig viele Möglichkeiten hat, sondern dass sie sich auf eine Sache versteift. Wir haben uns letztlich nicht für den Grund dieses Verhaltens interessiert - zu Beginn habe ich bei den Proben immer noch gefragt, warum verhält sie sich so, warum will sie dies oder jenes, und die Regisseurin hat dann immer geantwortet, das sei doch egal, sie sei so oder habe das, und jetzt gehe damit um; wichtiger sei doch, was dadurch, dass sie es hat, passiere. Höre auf, dich zu fragen, wie das kommt: das wäre wieder ein anderes Stück (in dem sich die Hautperson diese Fragen stellen würde).
MF: Kommen wir zum Schluss noch einmal auf die Sprache oder besser die Sprechart der Inszenierung. Sie scheint mir abrupt, die Szenen sind zumeist kurz, und offenbar kommt es weniger auf die Sprache, als auf Gesten an, die eine bestimmte Atmosphäre beschreiben sollen.
Viktoria Mayer: Ich glaube, dieser Eindruck ist falsch. Wir haben großen Wert auf diese Sprache gelegt, weil wir auch alle sehr in sie verliebt waren, weil sie sehr sehr schön ist und spannend zu sprechen. Wir haben jedoch auch sehr großen Wert auf die Körperlichkeit gelegt. Wir hatten eine Choreografin mit im Team, die jeden Tag mit uns Körpertraining gemacht hat.
MF: Man sieht das bereits an den Bildern. Die Personen des Stücks bewegen sich nicht "normal" ...
Victoria Mayer: Die Idee war, jeder Figur ein eigenes Bewegungsmuster zu geben. Yermas Idee war, dass sie sich immer außerhalb der Achse bewegt. Das äußerte sich dann sehr in Ausfallschritten, in Verdrehungen, in Schrauben. Sie ist nie gerade. Je mehr sie sich selber verzehrt, desto mehr verschraubt sie sich und gerät immer weiter aus der Achse heraus.
MF: So wird sehr drastisch gezeigt, dass Yerma den eigenen Schwerpunkt nicht in sich hat.

Victoria Mayer
Victoria Mayer: Genau. Und so hatte jede Figur ihr eigenes Muster, und wir haben versucht, die Körperlichkeit als eigene Sprache zu sehen. Die Sprache von Lorca ist eine Ebene, die Körperlichkeit eine andere, die vielleicht in manchen Momenten etwas anderes ausdrückt, als das, was die Figur sagt.
MF: Würdest du meinen, dass Regisseurinnen und Regisseure heute grundsätzlich oder häufig auf diese Weise an "klassische" Stücke herangehen - dass sie sich die Frage stellen, was können wir heute damit transportieren; wir machen jetzt eine ganz andere Geschichte daraus, nehmen eine Idee des jeweiligen Stücks und schauen dann, welche Bezüge zur Gegenwart sich damit herstellen lassen?
Viktoria Mayer: Sicher, das findet schon statt. Eigentlich scheint mir das auch erstrebenswert. Man muss sich fragen, warum sollen wir heute etwa Schiller noch spielen? Viele Leute sagen, Schiller interessiert heute gar nicht mehr, und das finde ich sehr schade. Man kann und sollte alte Stücke daraufhin befragen, was an ihnen noch aktuell ist: das ist eine spannende Sprache, und da sind spannende Geschichten. Was ist modernes Theater in Hinsicht auf den Umgang mit klassischen Stücken? Für mich ist das der Versuch, diese Stücke so zu erzählen, dass sie im Grunde so bleiben, wie sie sind und trotzdem ganz intensiv danach zu fragen, warum, in welcher Weise ihre Thematik heute noch und wieder interessant ist.
MF: Dann wären diese Stücke also nicht nur eine Art Fundus, aus dem man sich herausnehmen kann, was man will, um damit diese oder jene Gegenwartsproblematik zu illustrieren - oder doch?
Victoria Mayer: Eine schwierige Frage: sowohl als auch. Ich finde es auch legitim, sich ein Stück zu nehmen und aus seiner Idee etwas völlig anderes zu formen. Andererseits gibt es Inszenierungen, die vom ursprünglichen Text nichts übrig lassen: wo dann an der Rampe vorne "rumextemporiert" wird, bis der Arzt kommt. Das finde ich sehr schade, schon deswegen, weil es mittlerweile von jedem und überall gemacht wird, sodass ich es fast nicht mehr sehen kann. Wenn man sich ein solches Stück aussucht, dann sollte man auch versuchen, mit der Sprache umzugehen - das heißt für mich, diese alte Sprache so zu sprechen, dass man heutige Gedanken damit ausdrücken kann.
MF: Was du jetzt sagst, finde ich sehr wichtig. Seit 30 Jahren oder länger wird die Sprache der Stücke zerstört. Heutige Theaterbesucher, gerade jüngere, wissen oft nicht mehr, von welchem Sprachrhythmus die klassischen Dramen, wenn ich so sagen darf: "beseelt" waren.
Zum Schluss noch eine ganz andere Frage: offenbar glauben mittlerweile viele deiner Kolleginnen und Kollegen, dass sich manche Dinge besser in Projekten, als im Ensemble-Theater alten Stils verwirklichen lassen?
Victoria Mayer: Die Situation der Theater wird immer schwieriger. Es werden immer mehr Theater geschlossen, und dieser Trend wird sich fortsetzen. In einer gewissen Hinsicht tut das der Theaterlandschaft gut. Viele Kollegen in festen Ensembles sind frustriert, und viele Projekte oder Inszenierungen an festen Theatern scheitern einfach daran, dass die Kommunikation nicht stimmt. Da will etwa der Regisseure etwas völlig anderes, als das, was die Schauspieler wollen. In einem Einzelprojekt hingegen arbeitet man mit denen, mit denen man gern arbeiten möchte, man sucht sich also von vornherein die Leute, die zusammenpassen. Andererseits liegt ein Vorteil des Ensemble-Theaters auf der Hand: man muss nicht jedesmal wieder bei Null anfangen. Aber es ist eben spannend, mit vielen verschiedenen Leuten zusammenzuarbeiten. An einem festen Haus sind Schauspieler manchmal seit 20 Jahren, die ganz eingefahren "ihren Stiefel spielen", und die Regisseure inszenieren bei jedem Stück dasselbe - ich finde, es würde der ganzen Theater-Landschaft sehr gut tun, wenn das mehr auf bricht. Und natürlich gibt es sehr sehr viele junge Kollegen, die darauf warten, ihre Chance zu bekommen und bewusst nicht mehr in ein festes Engagement gehen, weil sie sagen, was dort passiert, interessiert mich eigentlich nicht, ich möchte lieber Sachen machen, die wirklich etwas mit mir zu tun haben.
Das Theater heute ist, nicht nur durch die Subventionen, vom Denken her ungeheuer eingeschränkt. Die "alten Theaterhasen" erzählen, wie sie damals das Theater revolutioniert haben und fordern uns auf, das auch zu tun. Dabei geschieht das jetzt ganz von alleine. Die Veränderung hat dem Theater nie geschadet. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten zu spielen, und alle haben ihre Legitimation. Es wäre Unsinn zu fordern, alle festen Häuser sollten schließen - ich glaube, es muss alles geben.
Das Gespräch führte Max Lorenzen