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Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 6
(2005), Heft 2
Denken und Sein.
Kant sagt:
Ich denke,
also bin ich.
Und Herder:
Ich fühle mich
ich bin.
Und ich?
Ich fühle mich
und die Menschheit in mir,
bestaune die Natur,
das ganze and’re Getier –
meine Vernunft gibt all dem
einen tieferen Sinn,
drum denke ich,
ich bin.
Robert Matthees
Freiberg, 10. Januar 2005
Robert Matthees wurde 1985 in Riesa geboren, in Dresden zum IT-Systemkaufmann ausgebildet und besucht nun ein Kolleg in Freiberg, um die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Später einmal möchte er Orientalistik studieren. "Da mich das Fernsehprogramm in der Regel nicht sonderlich begeistern kann, ist Schreiben sozusagen mein liebstes Hobby. Und da ich sehr an der deutschen Kultur interessiert bin, obgleich wir auf gewisse Begebenheiten unserer Geschichte keineswegs stolz sein können, offenbart sich mein Hobby unter anderem im Rahmen von http://www.johann-gottfried-herder.de" (der von Robert Matthees iniziierten und betreuten Homepage, die sich dem Dichter, Philosophen, Theologen und Gelehrten des 18. Jahrhunderts widmet). - Das Gedicht: "Denken und Sein" verbindet auf ganz unangestrengte Weise den Kantisch-Descartes'schen Rationalismus mit der Herderschen Gegenposition und mündet in eine heute wahrlich seltene positiv-akzentuierte Existenz-Wahrnehmung.
Wir wünschen dem 19-jährigen, nicht nur an Herder interessierten Schüler weiterhin viel Freude am Studium des deutschen Idealismus, von Sturm und Drang oder Klassik und möchten auch noch auf seine persönliche Homepage hinweisen, wo unter anderem von Matthees digitalisierte Werke der Literatur- und Philosophiegeschichte zu finden sind: http://robert.matthees.net.