Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart  Jg. 6 (2005), Heft 6


 

Gerhard Faden: Platons dialektische Phänomenologie, Verlag Königshausen und Neumann, Würzburg 2005, 326 Seiten, ISBN 3-8260- 2975-5,  45 €

Die Platon-Exegese ist seit langem fest in die Domäne der Produktion universitärer Sekundärliteratur integriert. Nur selten ragen Ansätze, sich auf andere Weise mit der Ideenlehre zu befassen, aus der philosophischen Massenware, die im Fall Platons Bibliotheken füllt, heraus. An erster Stelle sind hier zu nennen: "Platons Ideenlehre" und "Der Philosoph als König" von Franz Vonessen. Beide Bücher bahnen einen Weg in die platonische Staatsphilosophie, der zu bislang unbekannten Einsichten führt. Bei der Lektüre wird zur Gewissheit, was man bisher nur ahnen konnte, dass nämlich die Zentralinstanz des Denkens und Handelns, das Gute, beileibe kein abstrakter Begriff sein kann, man sich ihr folglich nicht durch analytische Verfahren der Textinterpretation, sondern nur durch eine spezifische Anschauung nähern kann, von der geleitet nun allerdings auch das Studium der platonischen Dialoge höhere Grade der Genauigkeit erreicht.

Man merkt also auf, wenn Faden in seiner Einleitung ausführt: "Wir sind ausdrücklich gehalten, die Idee nach der Analogie der Sonne zu denken. Die Idee ist demnach vor allem das Scheinende und Erscheinende: das ursprüngliche Phänomen" (S. 10) und gleich darauf in einer Anmerkung "die Arbeiten von F. Vonessen" als "wegweisend" (ebda.) bezeichnet. Und allerdings, das sei hier gleich zu Beginn gesagt, gelingen Faden tiefe Einblicke in den Kernbereich platonischen Philosophierens, weil er sich die phänomenologische Methode Vonessens nicht nur zueigen macht, sondern sie auch auf eigenständige Weise anwendet.

Was also ist ein "ursprüngliches Phänomen"? Zunächst gilt es zu begreifen, dass man ihm mit den üblichen Formen des Denkens nicht begegnen kann, denn: "Das wesentliche Denken ist vom Daimon geleitetes Denken. Je wesentlicher das Denken wird, desto mehr verwandelt es sich aus einem "Ich denke" in ein "Es denkt in mir", desto mehr ist es auf innere Führung und Legitimation angewiesen; der Mensch vermag nicht aus eigener Kraft, es in sich denken zu lassen" (S. 120). Damit ist ein für alle Mal das Missverständnis, ein solches Phänomen sei eine sinnliche Erscheinung, von der man die subjektiven Zutaten unserer Wahrnehmung fernhalte, unmöglich gemacht. Es zeigt sich nicht den Augen, vielmehr kann, was sie anschauen, nur erscheinen, weil ein ursprüngliches Erscheinenlassen ihm gestattet, in den Blick zu treten. "Das Daimonion ist die Stimme, worin sich die Idee meldet" (S. 118); dieser Stimme eignet eine nicht zu bezweifelnde Glaubwürdigkeit, dennoch macht sie nur einen Teil der philosophischen Erfahrung des Guten aus. Das "geistige[...] Sehen" (S. 170) beinhaltet zwei, einander widerstreitende, jedenfalls in einem Spannungsverhältnis stehende Komponenten: die dämonische "Begeisterung" und eine von ihr geführte Rationalität. "Die ‚Rationalität’ ist der Logos abzüglich des dämonischen Moments, das ‚Irrationale’ ist das, was vom Dämonischen ohne den Logos übrigbleibt. Die Besessenheit durch die Logoi ist die Idee des Enthusiasmus" (S. 172 f). Wer im platonischen Sinne philosophiert, stiftet einen Zustand, in dem Inspiration und Denken in eine einzigartige "heilig-nüchterne" (Hölderlin) Relation treten.

Sokrates ist das Urbild eines Philosophen, in ihm vereinigen sich "apollinische Nüchternheit und dionysischer Rausch" (S. 140). Das aber bedeutet: "Die Erkenntnis als solche hat, abkünftig von der Sonne, Anteil an der Natur des Feuers und ist zugleich eine Offenbarung der Idee des Wassers, ohne Eigengeschmack, aber alles andere erst erfahrbar machend, während die Lust, die Sokrates an derselben Stelle mit dem Honig vergleicht [Phil. 61 c], dem Erdanteil entspricht". Die Philosophie als Prozess beinhaltet folglich ein zuhöchst wahres Bild des Kosmos: "Da nun aber der sichtbare Kosmos ein Eidolon des unsichtbaren ist, müssen die Elemente zuerst in unsichtbarer Form vorkommen, und da die Seele dem Immerseienden und Unsichtbaren näher ist als der Leib, reicht sie auch näher heran an die Idee von Feuer, Erde, Luft, Wasser" (S. 137). Wirkliche Erkenntnis hat teil an dem, worauf sie sich richtet, weil sie im Akt der Begegnung wird, was sie war, nämlich sich selbst aussprechender Ursprung. Zwei äußerst unterschiedliche und doch im Innersten miteinander zusammenhängende Zitate mögen verdeutlichen, worum es sich handelt: "Daz ouge, dâ inne ich got sihe, daz ist daz selbe ouge, dâ inne mich got sihet; mîn ouge und gotes ouge daz ist éin ouge und éin gesiht und éin bekennen und éin minnen" (Meister Eckhart: Die deutschen Werke, hrsg. von Joseph Quint, Stuttgart-Berlin 1936, I, S. 201, zit. nach: Ernst von Bracken, Meister Eckhart und Fichte, Würzburg 1943, S. 97) - "und das / Licht / im schwarzumrätselten Laub / der einsamsten Stunde / wurde ein Auge / und sah" (Nelly Sachs: Fahrt ins Staublose, Gedichte I, Frankfurt a. M. 1961, S. 275).

Die Teilhabe an der Selbsterkenntnis des Kosmos partizipiert an dem Gleichgewicht eines Prozesses, in dem Ruhe und Bewegung zu einer Einheit finden, deren Abbild in der Sphäre des Seienden jeweils dessen Kairos ausmacht. "Wenn das wahre Licht das unsichtbare Licht ist, dann muss auch die wahre Erde die unsichtbare, der wahre Himmel der unsichtbare sein. [...] Wenn die Farben Anzeigen sind, dann auch die Elemente. Das vollkommen Seiende ist das im höchsten Maß zumal feurige und erdhafte, leichte und feste, und deshalb ist ein Seiendes schön in dem Maß, als es an jenem Ur-Äquilibrium der Elemente Anteil hat. (Die Werke der archaischen und klassischen Kunst gehören zu den vollkommensten Anzeigen davon.)" (S. 141) Das "Ur-Äquilibrium" der Schöpfung ist das Muster der eigentlichen, unsichtbaren Schönheit. In ihr produziert und reproduziert sich ein Maximum des Seins aus sich selbst heraus. Was in einem höchsten Augenblick den Geschöpfen geschieht: schön, erkennend und gut zu sein, ist auf "ewige" Weise die Existenzform des Kosmos oder seines Inbegriffs, des Gottes. Das "Licht", das "Auge" wird und immer schon ist, ist die Einheit der größten Energiekonzentration, ihres gleichsam tosenden Werdens, und eines göttlichen Gleichmuts, in dem das Zeithafte des kosmologischen Prozesses sich zum Ewigen des urbildlichen Maßes beruhigt. Das Maß ist der Gleichstand des Kreisens der Elemente.

Mithin wäre das erste höchstmöglich wahre Abbild der unaussagbaren Idee des Guten der Kosmos, in dessen Tiefenstruktur ihr Schriftzug erscheint. Die Einheit des Einen bildet sich in der polaren des Seins ab. Weil diese folglich der Spannungsbezug von Bewegung und Ruhe ist, wo jedes Glied sich in seinem Gegenteil spiegelt und solchermaßen an ihm teilhat, lässt sich das Maß nicht in scheinbarer logischer Eindeutigkeit fest-stellen oder definieren. Deswegen können ihm Sachaussagen nach Art der Beschreibung sichtbarer Dinge niemals gerecht werden. Das Element des Mythischen gehört also zum Kern des platonischen Logos: "Wenn der Kosmos der ursprüngliche Mythos und die menschliche Sprache Nachbildung der Sachen ist, dann ist die Sprache an sich mythisch. [...] Der Logos kann als Mythos, der Mythos als Logos erscheinen" (S. 181). Beide sind dasselbe und doch auch grundsätzlich verschieden (vgl. S. 180). Hier bleibt allerdings die weitere Kennzeichnung Fadens: "Der Mythos ist wesenhaft Wort als Gehörtes, während der Logos zum Sehen gehört" (S. 181), undeutlich. Weiter scheint in diesem Bereich zu führen: "Wie sich oben zeigte, können in den sokratischen Logoi apodiktische und problematische Aussagen unmittelbar ineinander übergehen. Das kann anders nicht sein: Philosophie meint weder festen Besitz noch unerfüllbares Sehnen und Suchen, weder Dogmatismus noch Skeptizismus [...]" (S. 173); an einem Beispiel demonstriert: "Die Seele ist in ihrem Wesensgrunde nicht vielgestaltig und nicht eingestaltig, sie ist wie die Idee des Guten jenseits des Seins, damit auch jenseits aller Gestalt und unaussprechlich und unausdenkbar" (S. 112). Was am Guten teilhat, partizipiert damit am Sein selber und ist eben hierin jenseits seiner. Spiegelung dieser nur dem inspirierten Denken zugänglichen Relation ist das ebenso präzise wie vage Changieren aller Bezüge ineinander: "Als das feinste und beweglichste Elemente ist das Feuer überall hineingedrungen: Feuer wirkt im Auge, es wirkt auch im Wasser, das es zum Fließen bringt, es wirkt in Wein, Öl und Honig, es erscheint in den Metallen vermischt mit der Erde [Faden verweist auf Tim. 58 b-60 a]. Wenn nichts sichtbar wird ohne Feuer und nichts betastbar wird ohne fest zu sein, fest aber nicht ohne Erde [Tim. 31 b], so wird überhaupt überall, wo etwas zur Erscheinung kommt, das Feuer am Werk sein, und wo etwas fest wird, die Erde, es sei sichtbar und betastbar oder nicht. Wie das eigentlich Sichtbare die Idee, das heißt das Unsichtbare ist, so muss das eigentlich Feste das nicht mit Händen zu Betastende sein" (S. 141).

Das Zitat zeichnet die Struktur einer symbolisch-mythischen Ordnung, die nach Foucault (vgl. Les mots et les choses, Kap. 2) noch bis ins 16. Jahrhundert in Europa herrschend war. Seither gilt nach den Kriterien des wissenschaftlichen Denkens die Annahme einer real-symbolischen Teilhabe der Dinge aneinander (der Begriff der "participation" stammt von Lévy-Bruhl, dem er zur Kennzeichnung archaischer Welterfahrung diente) als Ausfluss magisch inspirierter Phantasien. Von den Vorsokratikern über Platon bis zu Marsilio Ficino und Giordano Bruno jedoch wäre im Gegenteil die Behauptung, "wirklich" seien die Einzeldinge und nicht der sie hervorbringende elementar-geistige Urgrund, das Zeichen eines völligen Verfallenseins an die bloßen Schatten der Existenz gewesen. Weil aber im Bereich des unsichtbaren und eigentlichen Seins die Einheit als Zugleich des Entgegengesetzten, von Ruhe und Bewegung, erscheint, müssen die Aussagen wirklicher Erkenntnis, die danach streben, an ihr teilzuhaben, diese Struktur reproduzieren: wahr können sie nur sein, wenn sie in sich gegenläufig sind und, was sie setzen, zugleich auch wieder aufheben. Die solchermaßen inspirierten Logoi werden deswegen zum Mythos, wie dieser zu jenen. Jeder Begriff enthüllt, genau befragt, seinen Bild-Charakter, und jedes mythische Bild transformiert sich in einen sich nicht verfestigenden, sondern ebenso fließenden, wie präzisen Begriff. Dem sich an der Idee orientierenden Denken kann es nicht um einzelne Inhalte gehen; es will in seinem Fluss getreu abbilden, wie Sagbares und Unsagbares sich zur Einheit eines "Ur-Äquilibriums" verbinden.

Kein einzelner Gehalt ist wahr. Dem entspricht, dass die Rationalität ohne dämonisches Moment, und ebenso dieses ohne jene, das Zentrum, auf das sie sich richten, verfehlen müssen. Kommen jedoch Logos und Inspiration in einem Zustand des "Enthusiasmus" zusammen, so beginnen die ursprünglichen "Dinge", in sein Licht getaucht, zu sprechen: sie enthüllen sich als Signaturen des Einen, das sie, es zur Erscheinung bringend, in die Epiphanie der göttlich-gegenwendigen Struktur verwandeln und solchermaßen auch verbergen (vgl. S. 187).

Fallen Verbergen und Erscheinen zusammen, so treten die Erkenntnis und das, worauf sie sich richtet, in ihren Kairos ein. In diesem gesteigerten Augenblick erneuert sich die Schöpfung. Sie wird zum Bild und Logos des Einen, das die menschliche Erkenntnis nur in der Verbindung von Ratio und Mythos darstellen kann. Dichtung und Philosophie, heißt das, sind nicht identisch und doch im tiefsten nicht ohne einander. So verweisen die von Platon verwendeten Gleichnisse letztlich immer erneut auf das elementare Urverhältnis von "Himmel" und "Erde": "Nun ist freilich Himmel nicht unbedingt dort, wo Himmelskörper sind. Wenn die Idee des Himmels der vollkommene Nomos ist, dann ist Himmel dort, wo Nomos ist, in der doppelten Bedeutung dieses Wortes: musikalische Weise und Gesetz. Der Nomos eines jeden Dinges lässt sich dann beschreiben (in Anlehnung an die Etymologie) als der Anteil am himmlischen Nomos, den jedes einzelne Ding sich aneignet, man darf auch sagen: zum Erklingen bringt. Was ein orphischer Mythos vom Menschen sagt, dass er nämlich das Kind von Himmel und Erde sei, das gilt im Grunde von allen Geschöpfen: Jedes Ding hat durch seinen Nomos den Himmel zum Vater und durch seine Materie die Erde zur Mutter. [...] Alle sichtbaren Dinge, natürliche wie künstliche, sind mehr oder weniger sonnenhaft, himmlisch und irdisch zugleich. Ihre wahre Mutter ist die Erde, die sie nicht nur neun Monate, sondern zeit ihres Daseins in sich trägt und ihnen nicht nur einen Teil, sondern ihre ganze Substanz und Nahrung gibt. Sonnenhaft: weil leuchtend Erscheinende, Phänomene, damit Sichtbare und Erkennbare. Himmlisch: weil durch Maß, Form, Ordnung, das heißt den Nomos bestimmt. Irdisch: weil Geborgene in einem Worin und Woraus" (S. 289 f).

Die in dieser Beschreibung dargestellte Harmonie bezieht sich selber auf ein Urbild, nämlich eine "Paradiesvorstellung [...], wie wir ihr in den meisten Frühkulturen begegnen" (Franz Vonessen: Platons Ideenlehre, Kusterdingen 2001, S. 186). Die eine und höchste Idee enthält nach Vonessen "eine Stufung" (a.a.O., S. 226), also eine niedrigere Vielzahl; in ihr spiegelt sich auf unterschiedlichen Ebenen das archetypische Geschehen im Spannungsverhältnis der einen: "alle [Sprösslinge des Guten] gehören nicht dem Vater oder der Mutter jeweils allein, sondern beiden zusammen" (a.a.O., S. 227) - und, so kann gefolgert werden, das Beisammen von "Vater" und "Mutter", von göttlich zeugendem Licht und erdmutterhaftem Empfangen, enthält und stiftet das Urphänomen der Schöpfung, in dem Zeugung, Empfängnis und Geburt in eins verschmelzen (noch auf den Gemälden der Frührenaissance, etwa von Filippo Lippi, Alte Pinakothek München, die die "unbefleckte Empfängnis" darstellen, wird Maria bereits im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft gezeigt). Der eigentliche, unsichtbare Kosmos ist also die Idee der Schöpfung selber, das Werden von Inspiration oder Daimon und Logos und ihre Begegnung. In ihr entspringt das "Maß" alles Seienden, die paradiesisch-unschuldige Zeugung des Geistes als Sich-Aussprechen der ersten Sprache. Die sie nachsprechende philosophische Erkenntnis reproduziert deren Struktur, indem sie ihre in analytischem Zergliedern gewonnenen Inhalte auch wieder auflöst und ineinander übergehen lässt. Was sich trennt und eben hierin begegnet generiert eine Ebene der Koexistenz des logisch Unvereinbaren. In diesem Bereich treffen rationales Denken und Mythos aufeinander.

Zu den besonders wichtigen Partien des Buches von Gerhardt Faden gehören diejenigen, in denen er das Verhältnis von sokratischem Nichtwissen und Ideenlehre klärt. "Durch das Göttliche in der Seele kann der Mensch sich selbst überschreiten und in seiner Nichtigkeit erkennen" (S. 174), d. h. eben weil die "höchste Wahrheit [...] unvergessbar" ist (S. 175), gestattet sie die Einsicht, dass der Grund menschlicher Erkenntnis nicht in ihr selber liegt: "das Berühren des Wahren ist die Bedingung für die Einsicht in die eigene Unwissenheit. Wer nicht das Wahre in seiner den Menschen unendlich übersteigenden Größe erahnt, der kann auch nicht seine eigene Unwissenheit ermessen" (S. 176). Auch hier zeigt sich, dass Wissen und Nichtwissen im selben Menschen koexistieren können und müssen. Ohne eine vom Daimon inspirierte Einsicht gäbe es keinen Blick in den Abgrund des Maßlosen und der Gottferne (Kierkegaard wird später sagen, die Erkenntnis der Sünde sei im tiefsten erst möglich, wenn die Beziehung zum Ursprung der Seele wiederhergestellt sei). - Weniger wichtig hingegen scheinen die Kapitel, etwa des fünften Teils, in denen sich Faden ausführlich mit den Interpreten auseinandersetzt, die aus bestimmten Stellen der platonischen Schriften auf die Existenz einer "esoterischen" (S. 217), also der berühmten ungeschriebenen Lehre schließen.

"Platons dialektische Phänomenologie" verfolgt den von Franz Vonessen aufgezeigten Weg einer philosophischen Platonlektüre weiter. Weil der Schüler sich gegenüber dem Lehrer als ebenso aufmerksam wie eigenständig erweist, also nun bereits ein zweiter Ansatz zu einer anderen Platon-Exegese vorliegt, entsteht beinahe die Hoffnung, es sei möglich, der universitären philosophiegeschichtlich-philologischen Methode eine andere und fruchtbarere zumindest an die Seite zu stellen. Verdrängen wird sich die erste nicht lassen, aber es wäre doch schon viel gewonnen, wenn sie die zweite zumindest wahrnähme und ihr ein Anrecht auf Existenz zubilligte.

Max Lorenzen

Diesen Artikel als PDF-Datei herunterladen

[Zurück zur Startseite]