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Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 7
(2006), Heft 2
Dieter Prokop: Der kulturindustrielle Machtkomplex. Neue kritische Kommunikationsforschung über Medien, Werbung und Politik. Herbert von Halem Verlag, Köln 2005, 222 Seiten, ISBN 3-93825-812-8, 24,00 €
Der emeritierte Professor für Soziologie und Medien Dieter Prokop kritisiert an der zeitgenössischen Kommunikationsforschung, dass sie sich darauf beschränkt, Managern und Spitzenpolitikern bei der Selbstrepräsentation und „Positionierung“ in den medialen Arenen (peudo-)wissenschaftlich den Rücken zu stärken und dabei aus Eigeninteresse an einem Machtkomplex mitzuarbeiten, der mit einem falschen Menschenbild an den tatsächlichen Bedürfnissen derer vorbeibegeht, welche die „Leistungsträger“ über hohe Preise bezahlen bzw. in ihr Amt wählen. Prokop geht es um die schonungslose Analyse des ökonomischen und politischen Gesamtzusammenhangs von Medien, Wirtschaft, Werbung und Politik. Er benennt diesen Zusammenhang mit dem martialisch anmutenden Begriff „kulturindustrieller Machtkomplex“, um die automatisierte, mechanistische (industrielle) Einflussnahme auf Menschen (Macht) durch Medien (Kultur) zu erfassen. Prokop behauptet im ersten Teil seiner Abhandlung („Thesen, Interessen“), dass die am kulturindustriellen Machtkomplex Beteiligten das gemeinsame Interesse haben, den Verstand der Bevölkerung zu ignorieren und nur Gefühle und Stimmungen an die Öffentlichkeit zu bringen. Zu diesem Zweck der vollständigen Manipulation werden uns Werte, Entwürfe, Meinungen „eingespeist“ (S. 19), so wie Computer mit Daten gefüttert werden. Propops Anliegen ist es, deutlich zu machen, dass diese Manipulation nicht funktioniert, weil Menschen – im Gegensatz zum Computer - einen Verstand haben. Der kulturindustrielle Machtkomplex lebt also von einem Selbstbetrug – und er lebt nicht schlecht davon! Auch hierauf verweist Prokop mit eindrücklichen Beispielen. Schließlich bespricht er im zweiten Teil („Entwürfe, Diagnosen, Möglichkeiten“), demokratietheoretische Ansätze für einen Ausweg aus der faschistoiden „Bauch schlägt Kopf“-Manipulationsphilosophie der Mächtigen, die einhergeht mit einem immer größeren Verlust an Qualität in den Medienprodukten und einer schier unaufhaltsamen Niveausenkung in den öffentlichen Debatten. Prokop setzt dem eine demokratisch-tolerante Kulturproduktion entgegen.

Zunächst definiert er die verwendeten Schlüsselbegriffe, und schon da wird deutlich, wie unkonventionell Prokop vorgeht. Statt sich den Institutionen zuzuwenden, um dort Defizite auszumachen, wendet er sich zunächst dem Menschen zu und bestimmt das dichotomische Verhältnis von Verstand und Gefühl, das dem Problem zugrunde liegt, weil „es [..] das gemeinsame Interesse aller am kulturindustriellen Machtkomplex Beteiligten [ist], die Menschen als von Stimmungen geleitete Wesen ohne Verstand anzusehen und dieses Vorurteil gesellschaftlich durchzusetzen“ (S. 28). Mit Descartes „Cogito“ begründet Prokop dagegen die Notwendigkeit einer Zusammenschau von Gefühl und Verstand. So wichtig es zu zeigen ist, dass „Gefühle und Verstand [..] ein dialektisch vermitteltes Gegensatz-Paar [sind], in dem das eine ohne das andere nicht existieren kann“ (S. 41), so wenig stringent verläuft danach die Argumentation. Denn die Subsumtion von Gefühl und Verstand als gleichwertig unter eine allgemeine menschliche Bewusstseinsleistung geht dabei an der Tatsache vorbei, dass gerade die (Descartes-kritische) Hoch-Aufklärung den Verstand und seinen Ausdruck – die Vernunft – eindeutig den (weiblichen, schwachen, moralisch tendentiell „falschen“) Gefühlen vorzieht und im Konzept der „Affektkontrolle“ (etwa beim zitierten Wolff, S. 42 oder auch bei Kant, zit. auf S. 44) sogar deutliche Hinweise auf die Notwendigkeit der Beherrschung des Gefühls durch den gebildeten Verstand vorliegen (nach dem Motto: „Kopf schlägt Bauch“!). Das übersieht der Autor, wenn er behauptet, dass Gefühle und Verstand bzw. Vernunft bei Wolff „nicht getrennt werden“ (S. 42), was allerdings seinen folgenden Ausführungen nicht widerspricht, sondern nur eine ideengeschichtliche Ungenauigkeit darstellt, die eine noch pointiertere Kritik der „Bauch schlägt Kopf“-Ideologie als „anti-aufklärerisch“ und damit „anti-demokratisch“ versäumt. Hieran hätte der Autor seine eindrucksvollen Thesen durchaus noch schärfen können.
Prokop spricht deutlich von den Resultaten der systematischen Unterschätzung des Intellekts der Bevölkerung. Die Ausbeutung und somit gezielte Begrenzung der Gefühle führe zu einer „Zerfaserung des Bewusstseins“: „Deshalb muss ich präzisieren, was ich mit der ,Trennung der Gefühle vom Verstand’ meine: Das bedeutet, dass die Sachen, die wir sowohl mit unseren Gefühlen als auch mit unserem Verstand erfassen, vereinzelt bleiben (,zerfasertes Bewusstsein’), an ihrer Weiterentwicklung sowohl in Richtung vertiefter Gefühle als auch vertiefter Reflexion gehindert werden.“ (S. 45).
Seine Analyse der am kulturindustriellen Machtkomplex Beteiligten beginnt mit einer thesenhaften Aufdeckung ihrer Interessen, wobei Prokop die Akteure in „Geldgeber“ und „Geldnehmer“ unterteilt, eine Klassifikation, die sich nicht immer durchhalten lässt, da einige „Geldnehmer“ (etwa PR-Agenturen) ihrerseits Aufträge vergeben und insoweit als „Geldgeber“ in Erscheinung treten. Das tut der spannungsreichen Darstellung allerdings keinen Abbruch.
Zunächst wendet er sich den „Reichen und Mächtigen“ zu, die im „Medien-Kapitalismus“ das Geld (unser Geld!) verteilen und damit das „Sagen“ haben (S. 58 ff.). Die Analyse der Rolle von Top-Managern und Spitzenpolitikern (die Prokop „Rackets“ nennt) könnte nur hinsichtlich des sprachlichen Duktus und der offenen Polemik manchmal als etwas problematisch angesehen werden (der Autor erkennt dies ebenso und rechtfertigt seinen Stil damit, dass er klar formulieren möchte und nicht „unscharf“, wie einige seiner Kollegen, S. 70), die Argumentation hingegen ist durchdacht und im besten Sinne wissenschaftlich. Die Kritik der euphemistischen „Vertrauensrhetorik“, welche die Medien als Einrichtungen zum Wohle der Menschen begreift, als Institutionen, die mit Werbung für eine Reduktion der komplexen Welt und damit für ein besseres Verständnis der Zusammenhänge sorgten, erfolgt in aller Deutlichkeit: „Die nominalistisch vorgehenden Wissenschaftler vergessen über ihrer Begeisterung für Sprachspiele [...], dass die ganze ,Systemlogik’ auch einfach zu benennen ist: Es geht um Leute, die Geld haben und Leute, die an das Geld heran wollen.“ (S. 59).
Für den Bereich der Wirtschaft führe die Werbung nicht zu ausgewogener und umfassender Produktinformation, sondern zur Stabilisierung überhöhter Preise bei immer schlechter werdender Qualität. Den werbetreibenden Unternehmen gehe es in erster Linie „um die Schaustellung von Wirtschaftsmacht“, um „kapitalintensive Repräsentanz“ oder schlicht darum, „durch demonstratives Verschleudern von Werbemillionen zu zeigen, dass sie zum Club der Größten gehören“ (S. 65). Hinter den vertrauensbildenden Maßnahmen des PR stecke ferner nichts weiter als die „Ausblendung öffentlicher Beobachtung“ (S. 73): Die Herstellung von (Schein-)Vertrauen diene in Wahrheit der Verhinderung von (echter) Kritik. Das geschehe mit Hilfe der fleißigen Zuarbeit wirtschaftsnaher Forschungsgruppen, die als „Euphemismen-Produzenten“ (S. 73) wohlklingende Propaganda-Begriffe erfinden, mit denen der Konsument in zynischer Weise um sein Recht auf sachliche Information und nicht zuletzt auf gute und gesunde Produkte betrogen wird. Prokop überträgt seine Erkenntnisse analog auf den Bereich der Politik (S. 77 ff.). Dort werde mit ähnlichen Regel gespielt und der Wähler entsprechend zu täuschen versucht.
Dass die Wirtschafts-Bosse und die Politik-„Rackets“ ihre Rechnung ohne den Wirt gemacht haben, versucht Prokop in einer Analyse der „Geldnehmer“ (insbesondere Medienkonzerne und Werbeagenturen, aber auch wissenschaftliche „Berater“) nachzuweisen (S. 87 ff.), die ihre Auftrag- und Geldgeber fälschlicherweise in dem Glauben lassen, die Stimmungsmache käme beim Konsumenten / Wähler tatsächlich an, was aber nicht der Fall sei. Insoweit offenbart Prokops Bezeichnung „loyale Zuarbeiter“ (S. 87) eine hintersinnige Ironie, denn wer seine Geldgeber zum Zweck der Auftrags-Akquisition belügt („Es ist im Interesse der Medien-Manager, die Werbemillionen durch die Lüge an sich zu ziehen, ,die Massen’ seien primär von Gefühlen und Stimmungen geleitet und durch Werbung steuerbar.“, S. 91), kann nur vordergründig als „loyal“ bezeichnet werden; eigentlich nennt man so etwas Heuchelei. Diese vordergründige Sicht identifiziert Prokop bei den Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik, die sich um ihres Egos willen blenden und umgarnen lassen, statt nüchtern und aufrichtig zu analysieren, ob die Werbe- und Wahlkampfmillionen (bzw. –milliarden!) wirklich effektiven Nutzen bringen. Der kulturindustrielle Machtkomplex entpuppt sich als ein System des Trugs, das dennoch sehr stabil ist, weil so viele daran beteiligt sind und davon profitieren: Die „Geldnehmer“ kassieren und die Geldgeber sehen sich im Markt der Eitelkeiten „positioniert“ oder freuen sich einfach nur an der Tatsache, in mehr Talkshows gesessen zu haben als der Konkurrent aus dem Wahlkreis. Selten hat jemand die Zusammenhänge so klar auseinandergelegt wie Prokop!
Und er traut sich auch, quasi als „Nestbeschmutzer“, die Gilde der wissenschaftlichen Berater auf’s Korn zu nehmen, die sich als „spin doctors“ (Doktoren für den „richtigen Dreh“) mit wohlfeilen Thesen ihren Geldgebern anbiedern, statt das zu tun, was Aufgabe des Wissenschaftlers sein sollte, nämlich sich ernsthaft und engagiert auf Wahrheitssuche zu begeben. Doch sie „hüten sich, die Wahrheit zu sagen“ (S. 157), denn das hieße wohl, sich selbst das Wasser abzugraben. Und die Quelle sprudelt stärker denn je: Mit der immer weiter fortschreitenden Amerikanisierung bundesdeutscher Wahlkämpfe (als Bsp. nennt Prokop die „Fernsehdebatte“ des Kanzlers und des Herausforderers, die erstmals 2002 stattfand), steigt der Bedarf an halbseidenen Kaffeesatzlesern, die mit bedeutungsgewichtigen Analysen „nebensächlichste[r] Dinge“ (S. 158) vom Wesentlichen ablenken: von den politischen Inhalten. Statt sich etwa kritisch mit Stoibers Argumenten zu beschäftigen, habe man nur auf seine „Ähs“ geachtet und darauf, wie er wohl beim Zuschauer „ankommt“, so als entscheide sich damit die Wahl. Die Wahrheit ist jedoch, dass Stoiber nicht wegen seiner „Ähs“ nicht gewählt wurde, sondern wegen seiner Politik. Wenn sich das aber herumsprechen sollte, dann würde manchem Berater der hochdotierte Vertrag gekündigt. Ergo: Die Branche schweigt zum Wichtigen und konzentriert sich auf das Nebensächliche und treibt für Prokop schlicht „Unsinn“ (S. 158).
Doch der Autor verharrt nicht bei der Kritik, sondern zeigt Auswege. Das „zerfaserte Bewusstsein“, welches authentische Gefühle und reflektiertes Urteilen nicht mehr zusammen zu bringen vermag, ist ein Problem an sich, auch wenn die vom kulturindustriellen Machtkomplex bewusst gesteuerte Zerfaserung nicht ihr Ziel erreicht. „,Zerfasertes Bewusstsein’ ist ein positivistischer Erfahrungs- und Erkenntnismodus“, ein „Kult des ,Tatsächlichen’“, mit ausschließlicher „Betonung des ,Nützlichen’“, ein „Kult des ,Gewissen’, [...] des ,Genauen’ [... und ...] des ,Relativen’“ (S. 188 f.). Dadurch entstehe das Problem einer weitgehenden Kritiklosigkeit.
Dem kann jedoch begegnet werden. Wenn Stimmungen zur Währung werden sollen, mit der Macht zu erwerben ist (Prokop geht in diesem Kontext auf die Geld-Macht-Analogie ein und kritisiert sie mit Habermas, S. 176 ff.), dann muss eine demokratische Öffentlichkeit dies institutionell zu verhindern wissen. Um den kulturindustriellen Machtkomplex zu sprengen, bedarf es insoweit der „richtigen Demokratie“, die eine demokratisch-tolerante Kulturproduktion garantiert. Das vom Autor favorisierte soziale Demokratiemodell vereinigt liberale Aspekte mit der Verantwortlichkeit des Staates, der nicht nur Freiräume schafft und Eingriffe unterlässt, sondern Garantien gibt, was – auch darauf weist Prokop hin – in unserem Grundgesetz schon geschieht. Diese Garantien seien zur Erreichung einer höheren „Qualität“ nötig, wobei eine Behandlung des Begriffs Qualität und eine Klärung von Qualitätskriterien mit dem Hinweis auf die Komplexität der Thematik unterbleibt: „[E]ine Debatte über objektive Qualitäten wäre endlos.“ (S. 200). Vom brandtschen Diktum „Mehr Demokratie wagen.“ (zit. auf S. 202) über das Motto der Neokonservatismus-Kritik („Mehr Regulierung wagen.“, S. 205), gelangt der Autor schließlich zu dem Fazit: „Mehr zu begreifen wagen.“ (S. 206). Dies sei die entscheidende Losung für eine Selbstbefreiung der Bevölkerung aus den Fängen des kulturindustriellen Machtkomplexes.
Was man auch davon halten mag: Prokop sagt klar, was er denkt, und vieles ist beachtenswert. Die Analyse ist brillant, die demokratietheoretische Typologie lehrreich und die Herleitung der Formel „Mehr begreifen wagen.“ originell. Insofern ist Der kulturindustrielle Machtkomplex. Neue kritische Kommunikationsforschung über Medien, Werbung und Politik ein wichtiges, wertvolles und nicht zuletzt auch unterhaltsames Buch, das Lust macht auf mehr; Prokop verweist im übrigen an einigen Stellen auf sein anderes jüngst erschienenes Buch zum Thema - Das Nicht-Identische der Kulturindustrie. Neue kritische Kommunikationsforschung über das Kreative der Medien-Waren (2005).
Fraglich bleibt allerdings, ob die genannten „Möglichkeiten“ (S. 192 ff.) wirklich solche sind, denn das Argument der Freimarkt-Fanatiker (Vielfalt, Entscheidungshoheit des Verbrauchers auf dem Nachfragemarkt) entkräftet er mitnichten. Der Autor postuliert an dieser Stelle mehr als dass er argumentiert, weil sich gegen die Entscheidung der Verbraucher nicht argumentieren lässt. Er scheint hier bewusst das, was (in einem absoluten Sinne) „gut“ ist, mit dem, was Menschen für „gut“ halten, zu vertauschen. Nicht von ungefähr steigt er auf den Diskurs um „Qualität“ nicht ein. Vielleicht fehlt ihm letztlich der Mut zur Intoleranz, denn Qualitätssteigerungen sind ganz ohne Bevormundung wohl nicht zu haben. Im demokratisch-toleranten Duktus alles dulden zu wollen und dennoch die Absicht haben, das „zerfaserte Bewusstsein“ wieder zur Einheit von Gefühl und Verstand zu führen, klingt angesichts der menschlichen Schwäche, stets den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen, und sich beim Feierabendbier „berieseln“ zu lassen, nicht besonders überzeugend.
Zudem: Wer gegen liberalisierte Medienmärkte wettert, muss sagen, was aus der Kritik für Konsequenzen zu ziehen sind. So offenkundig „schlecht“ manches Produkt auch sein mag, was soll – wenn überhaupt – aus der Kritik normativ folgen? Sollen Menschen das Recht haben, idiotische Fernsehsendungen zu produzieren oder nicht? Und hinsichtlich des Medien-Konsumenten: Gibt es ein Recht auf Ignoranz? Welche „Möglichkeiten“ hat denn der Staat – außer dem Verbot des gröbsten Unfugs und der indirekten Re-Regulierung des Marktes durch Aufsichtstätigkeit – das prokopsche „Begreifen-wagen“ zu befördern? Und schließlich: Beißt sich die Katze nicht in den Schwanz, wenn ausgerechnet die, welche den kulturindustriellen Machtkomplex mit dem großen Geld am Laufen halten, diejenigen sind, die ihn zügeln müssten? Das sind auch nach der Lektüre weitgehend offene Fragen. Hierbei auf das „gute Verfahren“ zu verweisen, ist nur ein erster Schritt, denn der beste diskursive Prozess garantiert keine guten Ergebnisse.
Ein erfolgreicher Diskurs setzt die Einsicht aller Beteiligten in die medialen Missstände voraus, denn die Hoffnung auf eine reinigende Wirkung der im Rahmen einer sozialen Demokratie geführten Aufklärungsdebatte um Qualität und Wahrheit basiert auf der Annahme einer Volks-Vernunft. Die Menschen müssen in der Lage sein, diese schwierigen Themen zu reflektieren. Vielleicht überschätzt Prokop hier die Reflexionsbereitschaft und -fähigkeit der Menschen, welche die Protagonisten des kulturindustriellen Machtkomplexes unterschätzen. Die Notwendigkeit tiefgreifender Veränderung von politischer Kultur, von umfassender Menschenbildung als Voraussetzung für einen erfolgreichen Diskurs lässt sich bei Prokop jedenfalls nur erahnen.
Josef Bordat