![]()
Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 7
(2006), Heft 2
Seit Anfang der 1990er Jahre wird die Analyse von Globalisierung zu einem einflussreichen Paradigma in den Human- und Sozialwissenschaften. Die Auseinandersetzung mit der damit einhergehenden Gesellschaftsentwicklung und dem Problemkatalog sozialwissenschaftlicher Forschung stellt die Ablösung der Kontroversen über Moderne und Postmoderne im Hinblick auf die Erklärung und das Verständnis von soziokulturellem Wandel in den 1970er und 1980er Jahren dar.[275] Mittlerweile liegt dazu eine umfangreiche Forschung vor. Sozialwissenschaftlern wird immer mehr bewusst, dass wir uns in einer neuen Entwicklungsphase des modernen Gesellschaftssystems befinden, die in der Zeit des Kalten Krieges weniger wahrgenommen wurde. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der deutschen Wiedervereinigung und der damit einhergehenden neuen Konstellation in der Europäischen Union liegt die Annahme nahe, dass wir in den westlichen Ländern in einer neuen Art von Übergangsgesellschaft leben. Die Verarbeitung dieser Entwicklung, ihrer auf uns zukommenden Auswirkungen und Veränderungen, wird voraussichtlich zu einem grundsätzlichen Einstellungswandel führen.
Globalisierung ist aber mittlerweile nicht nur ein Thema wirtschaftswissenschaftlicher, politologischer, soziologischer und ethnologischer Forschung, sondern sie ist auch in der Öffentlichkeit zu einem Kampfbegriff geworden. Die Unternehmerverbände fordern Deregulierung, damit Unternehmen im globalen Standortwettbewerb bestehen können, Globalisierungsgegner dagegen befürchten einen ungehemmten Kapitalismus und fordern durchgreifende Regulierungen, zum Beispiel der Finanzmärkte sowie die Erhaltung und Fortführung des Sozialstaates. Giddens unterscheidet zum Beispiel die Globalisierungsskeptiker, für die eine globale Wirtschaft sich nicht von der uns bekannten Weltwirtschaft unterscheidet, von den Radikalen, für die sich die Folgen von globalen Märkten heute in allen Lebensbereichen auswirken und die traditionelle Ordnungsmacht des Nationalstaats nach innen und außen nur noch eine Fiktion ist. Nach Giddens haben beide Positionen Unrecht, da sie Globalisierung nur auf das Wirtschaftssystem beziehen und nicht das mit ihr einhergehende „Revolutionäre“ erkennen.[276]
In der Auseinandersetzung mit Giddens hatte Robertson Globalität weniger als eine Ursache, als eine Bedingung von Modernisierung eingestuft. Das betraf aus seiner Sicht vor allem eine Bedingung von divergenter Modernisierung.[277] Nach Giddens ist Globalisierung eine Konsequenz der Moderne. Der Punkt ist von Interesse, da die Teilnehmer an dieser ersten Bestandsaufnahme über das Verständnis und die Auswirkungen von Globalisierung als zwei Lager auftraten, dem der Homogenisierern, die den Begriff des Weltsystems akzeptierten, wie zum Beispiel Giddens, einige Marxisten sowie Funktionalisten und dem der Heterogenisierern, die den Universalanspruch des Westens gegenüber den anderen Kulturen als die Dominanz einer partikularen Kultur beschrieben, zum Beispiel die Interkulturalisten E. Said, H. K. Bhabba und die reflexiven Anthropologen J. Clifford und G. Marcus. Ferguson spricht sogar von einer Mythologie der Globalisierung im Sinne einer fortschreitenden Homogenisierung als Unterwerfung der Welt.[278] Robertson führt als Kritik an diesen Ansätzen den Begriff der Glokalisierung ein. Darunter versteht er Globalisierung als Simultanität und Interpenetration von Globalem und Lokalem. Es ist nicht zufällig, wenn man sich des durch Globalisierung herbeigeführten Zustandes des Gesellschaftssystems im Rückgriff auf die Fragestellungen der klassischen Soziologie und der Modernisierungstheorie vergewisserte. Das betrifft sowohl die Wallerstein-Schule, Giddens, Robertson u.a., aber auch die deutsche Tradition, die am Leitfaden der Paradigmen der Moderne und der reflexiven Modernisierung diesen Problembestand behandelt hat, zum Beispiel Münch, Beck, Giddens. Es hatte sich dabei die grundsätzliche Frage der Einordnung von Globalisierung in die Geschichte des modernen Weltsystems (Weltgesellschaft) gestellt.[279] Bereits Parsons hatte von einer Evolution der modernen Gesellschaften zu einer Weltgesellschaft gesprochen. Es betraf dies rückblickend klassische Fragen der übergreifenden Periodisierung der System- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Gesellschaftssystems, zum Beispiel in der Wallersteinschule, aber auch in Robertsons von Parsons inspirierter Beschreibung der Emergenz eines Weltsystems im 20. Jahrhundert.[280] Im Unterschied zu den Fragen nach der Periodisierung (Epochenbildung) und dem Problem der unterschiedlichen Teilsystemzeiten, wie zum Beispiel der Konjunkturzyklen im Wirtschaftssystem, der Wahltermine im politischen System, der Nichtvorhersehbarkeit des Wissensfortschritts im Wissenschaftssystem und der langfristig nicht kalkulierbaren Innovationen im Erziehungssystem bekommt durch die Prozesse der Glokalisierung die Zeitdimension eine andere Bedeutung. Alle sozialen Ereignisse sind miteinander vernetzt und sie ereignen sich gleichzeitig, sie können aber durch ihre Gleichzeitigkeit nicht beeinflusst werden. Darauf hat zum Beispiel R. Keohane aufmerksam gemacht. Er fasst Globalisierung als
The shrinkage of distance on a world scale through the emergence and thickening of networks of connections – environmental and social as well as economic.[281]
Gegenüber der populär gewordenen Auffassung von M. Albrow, dass Globalisierung den Einschluss in eine „einzelne, globale Weltgesellschaft“ bedeutet,[282] kommt die gegenwärtige soziologische Forschung zu dem Ergebnis, Globalisierung als einen multi-dimensionalen Prozess einzustufen. Globalisierung wird als eine kulturelle (globale) Melange beschrieben, die eine modernistische Identität auflöst. Bei dem Verständnis von Globalisierung werden wir aber dann in die Irre geführt, wenn wir bei der Erfassung dieses Vorgangs von der wörtlichen Bedeutung des Wortes ausgehen. Es handelt sich dabei nicht um einen Vorgang, der den Globus umfasst. Dieses Modell trifft eher auf die moderne Vermessung der Welt zu. Es ist aber nicht mehr auf die Vernetzung sozialer Systeme anzuwenden. Das Verständnis dieser Vorgänge ist nicht mehr anschaulich zu entwickeln. Dabei wird man nicht bestreiten, dass die mit Globalisierung einhergehenden Vorgänge auf die Ökologie Auswirkungen haben. Sie hinterlassen mittlerweile in den sozialen Systemen durch Schadstoffbelastungen ihre Spuren.
Worin besteht die veränderte Fragestellung der soziologischen Forschung?
Wir können sie annäherungsweise dahingehend umreißen, dass sie sich auf die Auswirkungen von globaler Dynamik auf die lokalen Lebenswelten auszurichten hat. Das hat Münch konzeptuell und substantiell ausgearbeitet.[283] Globale Probleme werfen die Frage auf, wie sie mit den vorhandenen Institutionen des politischen Systems auf nationaler und internationaler Ebene zu bewältigen sind. Es stellt sich aber bereits die Frage, ob globale Dynamik und lokale Lebenswelt (Vielfalt) überhaupt noch miteinander abstimmbar sind. Daraus erklären sich viele, für uns oft unverständliche Vorkommnisse, so zum Beispiel der neue Ethnozentrismus, Nationalismus und die verschiedenen Versionen von Fundamentalismus, denen wir in einem globalen Weltsystem begegnen. Dazu gehört auch das Problembewusstsein, ob es sich bei solchen Abstimmungen überhaupt noch um ein politisches Problem handelt, das im politischen System einer Lösung zuzuführen ist. Von einem besonderen Interesse ist dabei die veränderte Grundsituation in der Beziehung zwischen dem politischen und dem ökonomischen System, das heißt die fortlaufende Neubewertung der Steuerungsfunktion des Staates.
[...]
Kulturelle Globalisierung bedeutet eine Verbreitung der westlichen Werte, zum Beispiel ihre Aufnahme in Verfassungen und eine Übernahme der Praxis westlicher Institutionen, die Übernahme von Wohlfahrtsprogrammen und Ausbildungssystemen von Staaten mit Vorbildfunktion. Sie bedeutet aber auch im gegenläufigen Prozess die Öffnung gegenüber nichtwestlichen Kulturen und Praktiken von Seiten der westlichen sozialen Systeme, zum Beispiel die Assimilation japanischer Managementstrategien und Organisationsformen in das westliche Wirtschaftssystem. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass eine neue Rezeption asiatischer Religionen, zum Beispiel des Buddhismus, in der westlichen Philosophie erfolgt, ein Interesse, das bis zu Schopenhauer zurückverfolgt werden kann. Die kulturelle, ästhetische, aber auch die moralische Globalisierung führt zu einer Konkurrenz von Deutungsangeboten, die zu immer neuen Differenzerfahrungen führen. Kulturprodukte werden dadurch einem immer größeren Ausschnitt der Bevölkerung zugänglich. Es entsteht ein globaler Markt von kulturellen Vereinigungen, die mit ihren Erlösungsversprechen um Mitglieder konkurrieren.
Vielleicht ist eine Folge dieser Entwicklung eine strukturelle Hybridisierung, wie es J. N. Pieterse genannt hat.[285] Gemeint ist damit die Art und Weise, in der Formen von einer bestehenden Praxis abgetrennt und mit neuen Formen und Praktiken rekombiniert werden. [286] In diesem Sinne würde Globalisierung weder zu einer Universalisierung noch einem Multikulturalismus, sondern zu einem Interkulturalismus und zu kulturellen Gemengen, einem neuen Synkretismus, führen. Es liegt nahe, davon auszugehen, dass die globale Diffusion von kulturellen und institutionellen Mustern ein wichtiger Mechanismus kultureller Globalisierung ist.[287] Dabei handelt es sich um Fernwirkungen. Für sie ist es typisch, dass die sozialen Einheiten nicht in einen direkten Kommunikationsprozess einzutreten brauchen. Dieser Vorgang führt zu Prozessen der Endogenisierung von institutionellen und kulturellen Mustern. Während die klassische Soziologie Kultur als gemeinsame geteilte Werte und Überzeugungen untersucht hat, führt die Analyse von kultureller Globalisierung zu einem ganz anderen Zugang zum Kulturphänomen. Die soziologische Analyse fokussiert den Diffusionsprozess nicht auf die Institutionalisierung eines kulturellen Orientierungssystems, sondern auf die durch Organisationssysteme herbeigeführten Synkretismen. Es betrifft dies die Umwandlung der Massengesellschaft zu einer segmentierten Gesellschaft, die durch die Differenzierung von Informationen und Vermarktungsstrategien über die modernen Kommunikationstechnologigen herbeigeführt wird. Sie werden in einem Mix auf das jeweilige Publikum nach Alterskohorte, Riten und Sprache zugeschnitten.[288] Im Hinblick auf die veränderten kulturellen Gebilde könnte man auch von einer segmentierten Kultur sprechen. Eine segmentierte Gesellschaft und Kultur ist nicht mehr durch gemeinsame Werte- und Überzeugungen integriert, die beanspruchen könnten ein kontrafaktisches Orientierungssystem zu sein.
[...]
Wir verfügen als Mitglieder von sozialen Systemen in unserem Alltag bereits über die Erfahrung, dass gesellschaftliche Kommunikation durch eine Globalisierung, Expansion, Verdichtung und Beschleunigung von Kommunikation, somit deren Entfesselung, strukturell verändert werden.[300] Die Teilnahme an einem digitalen Medienverbund ermöglicht einen weltweiten Austausch von Informationen, ohne dass diese durch eine Gemeinschaftsordnung oder Staatsorganisationen kontrollierbar wären. Die über den digitalen Medienverbund verlaufende Kommunikation ist orts- und zeitindifferent und es kann sofort eine Rückmeldung erfolgen. Dadurch verändern sich auch die kollektiven Identitäten.
Es ist zu erwarten, dass digitale Virtualisierungen und die Art und Weise ihrer Informationsgewinnung und -verarbeitung einen Wandel in unserem Verständnis von Sozialem, aber auch von Geschichte und Bewusstsein, herbeiführen wird. Ein globales Weltsystem erleben wir vor allem in einer globalen Benutzeroberfläche und einem medialen Informationsfluss. Daran schließt sich die Fragestellung an, inwieweit die Globalisierung von Kommunikation zu einer Homogenisierung, Heterogenisierung oder Polarisierung führen wird. Das betrifft ihren Zusammenhang mit der kulturellen Globalisierung. Aus meiner Sicht emergiert durch sie eher eine strukturelle Hybridisierung.[301]
Ein Internetanschluss und ein Handy sind bereits nichts besonderes mehr und gehören zu unserem Alltag. In besseren Restaurants lesen wir den Hinweis: „Schalten Sie bitte Ihr Handy aus“.
Welche Strukturen führen die gesellschaftlichen Teilsysteme einer fortlaufenden Restrukturierung zu? Die modernen Kommunikationstechnologien sind ihrerseits der leitende Intermediated Sector, durch den neue Formen der wirtschaftlichen Kooperation, der Organisation, der Kommunikationsstrukturen und gegenseitigen sozialen Beobachtung entstehen. Erst durch diesen Sektor entsteht ein globales Kommunikationssystem. Durch diese Technologie entwickelt sich fortlaufend eine Delokalisierung, die alle sozialen Systeme fortlaufend verändern und restrukturieren wird (P. Virilio). Insofern ist es zunächst hilfreich, von Globalisierung im Sinne einer Expansion der Teilsysteme sowie einer „Mobilisierung der Gesellschaft“ und von Glokalisierung im Sinne einer Inkorporierung von globalen Prozessen in lokale Differenzierungen zu sprechen.[302] Der Begriff der Glokalisierung geht auf die japanische Managementlehre zurück.[303] Damit ist die Vernetzung von Lokalem mit Globalem gemeint, die zunehmend durch die Neuen Medien herbeigeführt wird: Globales wird in Lokales eingeführt und Lokales wird global zugänglich gemacht. Dieser Vorgang verläuft über einen medialen Interpretationsprozess. Schon die mediale Darstellung, zum Beispiel in den Nachrichten, ist eine Selektion, das heißt aber Interpretation für globale Adressaten. Das Internet ist ein sich selbst steuerndes, rekursives digitales Kommunikations- und Interaktionssystem, das von niemandem mehr kontrolliert werden kann und – das sollte man hinzufügen – das auch keiner Aufsicht bedarf. Zwar schotten sich bestimmte Staaten, wie zum Beispiel China, gegenüber einer offenen digitalen Kommunikation ab, sie kann aber punktuell unterlaufen werden. Vermutlich wird mit einer fortschreitenden Eingliederung Chinas in das globale Wirtschaftssystem seine Abschottung nicht mehr möglich sein. Allerdings sind auch die neuen Problembereiche zu erwähnen, die man nicht herunterspielen sollte. Jede technologische Innovation führt auch zu kriminellen Innovationen, man denke zum Beispiel an die Kinderpornographie und die Suizidgruppen im Internet, sowie die Bedrohung durch Viren und Hacker. Gegenstand soziologischer Forschung wird es in Zukunft sein, welche Kommunikations- und Organisationsstrukturen sich durch seine Operationsweise entwickeln. Globalisierung führt aber auch dazu, dass mit ihr Abwehrreaktionen und Verwerfungen einhergehen. Sie bedroht nationale, kulturelle und territoriale kollektive Identitäten.
Anmerkungen
[275] M. Featherstone S. Lash, R. Robertson (eds.), Global
Modernities, London: 1995, Preyer, „Einleitung:
Strukturelle Evolution und das Weltsystem: Theorien,
Sozialstruktur und evolutionäre Entwicklungen“, in
Strukturelle Evolution und das Weltsystem, 18–25.
[276] A. Giddens, Die entfesselte Welt, 18–22.
[277] R. Robertson, „Glocalization: Time-Space and
Homogenenity-Heterogenity“, in Global Modernities, 25–44.
Dieses Motiv liegt auch in Eisenstadts Ansatz vor, wenn er
davon ausgeht, dass wir gegenwärtig unterschiedliche
Versionen von Moderne und Modernisierungen beobachten.
Eine ähnliche Position wird auch von G. Therborn
vertreten. Er zieht daraus aber die Konsequenz der
Zerstörung der Moderne.
[278] Zu diesen Ansätzen Robertson, „Glocalization“, in
Global Modernities, 25–44.
[279] Weltsysteme sind nicht in jedem Fall global. Die
Weltsystemanalysen I. Wallersteins und seiner Schule sind
diesbezüglich ein lehrreicher Ansatz. Das moderne
Weltsystem ist aber nicht auf die strukturbildenden
Prozesse der zwischengesellschaftlichen Arbeitsteilung
einzuschränken. Es besteht nach diesem Ansatz aus drei
Bestandteilen: dem Kern, die Halbperipherie und die
eigentliche Peripherie. In der Folge der Forschungen
innerhalb dieses Paradigmas sind die Analysedimensionen
erweitert und untereinander abgestimmt wurden.
Zu einem Überblick T. D. Hall, „World-Systems, Frontiers,
and Ethnogenesis: Incorporation and Resistance to State
Expansion“, in Borderlines in a Globalized World, 35–66.
[280] Zu einer problemorientierten zusammenfassenden
Darstellung der Forschungsergebnisse J. Friedman, „Global
System, Globalization and the Parameters of Modernity“, in
Global Modernities, 69–90; zu einem Überblick über
Globalisierungsbegriffe, mit Bezugnahme auf M. Castells
„Neuer sozialer Morphologie“ einer globalisierten Welt
siehe B. Axford, „Enacting Globalization: Transnational
Netwerks and the Deterritorialization of Social
Relationship in the Global System“, in Borderlines in a
Globalized World, 99–124.
Die uns geläufigen Periodisierungen der
Entstehungsgeschichte und die Festlegung von klar
geschnitten Zäsuren hat zu berücksichtigen, dass die
geschichtliche Selbstbegrenzung der modernen Gesellschaft
von einer Ebene zweiter Ordnung vorzunehmen ist, somit von
der Beschreibung ihrer Selbstbeschreibung, dazu im Rahmen
der Einstufung der Rolle von evolutionären
Errungenschaften Luhmann, Die Gesellschaft der
Gesellschaft, 505 –16.
[281] R. Keohane, „Governance in a Partially Globalized
World“, Presidential Adress, American Political Science
Association, 2000, in American Political Science Review 9
(2000), 1. Luhmann hat vor allem darauf hingewiesen, dass
durch die Gleichzeitigkeit aller gesellschaftlichen
Ereignisse Gesellschaft nicht steuerbar ist.
[282] M. Albrow, „Introduction“, in M. Albrow (ed.),
Globalization, Knowledge and Society, London: 1990, 9.
283 R. Münch, Globale Dynamik, lokale Lebenswelten.
…
[285] J. N. Pieterse, „Globalization as Hybridization“, in
Global Modernities, 45–68.
[286] W. Rowe, V. Schelling, Memory and Modernity: Popular
Culture in Latin America, London: 1991.
[287] R. Stichweh, Die Weltgesellschaft. Soziologische
Analysen, Frankfurt am Main: 2000, 254–56.
[288] Y. Ito, "Johoka as a Driving Force of Social
Change", Keio Communication Review 12 1991, 33-58.
...
[300] Siehe Kap. V. 4., in diesem Buch.
[301] Zu diesem Problem J. M. Greig, „The End of
Geography? Globalization, Communication, and Culture in
the International System“, The Journal of Conflict
Resolution 46, Number 2 (2002), 225–43.
302 Münch, Dialektik der Kommunikationsgesellschaft,
Frankfurt am Main: 1991, Robertson, „Glocalization“, in
Global Modernities, 25–44.
[303] Robertson, „Glocalization”, in Global Modernities,
28–29. Robertson hebt hervor, dass die japanische
Strategie eine besondere Version eines allgemeinen
Vorgangs ist.
Inhaltsverzeichnis des Gesamtwerks:
Vorbemerkung
........................................................................................................
9
Zur Fragestellung
.................................................................................................
11
Teil 1: Soziologie der Mitgliedschaft
Kapitel I: Mitgliedschaft als Letztelement sozialer Systeme ......................... 23
1. Mitgliedschaftssoziologie statt Handlungstheorie
..................................... 23
2. Mitgliedschaftssoziologie als Theorie sozialer Systeme........................... 28
(a) Zum Bezugsrahmen: System-, Gesellschafts- und
Evolutionstheore... 28
(b) Mitgliedschaft als Leitdifferenz
.......................................................................32
(c) Mitgliedschaft als Immunsystem sozialer Systeme
...................................38
(d) Zur Identifikation von Systemgrenzen
.......................................................... 40
3. Die Autokatalyse von Mitgliedschaft durch Kommunikation
...................... 45
(a) Die kommunikationstheoretische Zugangsweise
.................................... 45
(b) Mitgliedschaftsmedien
....................................................................................
49
(c) Die Funktion von sozialen Normen
...............................................................
51
4. Zur Theorie der selbstrefentiellen Systeme
................................................. 55
Kapitel II: Die Problemstufenordnung .................................................................64
1. Das Gesellschaftssystem und seine Differenzierung
.................................65
(a) Das Gesellschaftssystem als umfassendes Sozialsystem
.....................65
(b) Die Differenzierungsformen
.............................................................................71
(c) Die evolutionäre Differenzierung von Gesellschaft,
Organisation und
Interaktion
...................................................................................................................77
2. Das Organisationssystem
................................................................................
80
3. Das Interaktionssystem
.....................................................................................
83
Kapitel III: Funktionale Differenzierung ................................................................ 87
1. Funktionale Differenzierung als strukturelle
Überschneidung ................... 87
2. Die Interpenetrationszonen
................................................................................
94
3. Die Struktur funktionaler Differenzierung
........................................................103
(a) Die Interpenetrationszone der Berufsgruppen, der
Anwendung
wissenschaftlichen Wissens und des Marktes
.................................................103
(b) Die Interpenetrationszone der Gemeinschaftsordnung,
der
staatsbürgerlichen Gemeinschaft und die Funktion von
Commitments ......110
(c) Die Interpenetrationszone des Rechts, der
Verwaltung, der juristischen
Professionen und der formalen Organisationen
...............................................123
4. Die Medientransformation
..................................................................................130
Die gesellschaftsinterne Schließung
...................................................................133
(a) Die askriptive Solidarität
....................................................................................133
(b) Paradoxien der moralischen Modernisierung
...............................................140
Kapitel IV: Von der Moderne zur Postmoderne ....................................................145
1. Die veränderte Problemstellung: Korrekturen und
Begriffsklärungen.........145
(a) Moderne
.................................................................................................................145
(b) Modernisierung
.....................................................................................................148
(c) Modern
....................................................................................................................149
(d) Modernismus
........................................................................................................150
(e) Postmodern
...........................................................................................................152
(f ) Postmodernismus
................................................................................................153
(g) Postmoderne
.........................................................................................................155
2. Die normative Kultur der Moderne und ihre Paradoxien
.................................156
(a) Zu den Paradoxien der modernen Kultur und ihres
Programms ................158
(b) Zur veränderten Grundsituation
..........................................................................164
3. Revisionen der Moderne
........................................................................................167
(a) Moderne Egologie
..................................................................................................168
(b) Die Universalität der Vernunft
..............................................................................168
(c) Semiotische Gesellschaft
.....................................................................................169
(d) Postmodernismus und Feminismus
.................................................................170
Teil 2: Soziologie der Globalisierung
Kapitel V: Was heißt Globalisierung?
.........................................................................181
1. Zur veränderten Problemstellung soziologischer
Forschung ...........................181
2. Dimensionen von Globalisierung
...........................................................................184
(a) Die globalen ökologischen Auswirkungen
..........................................................184
(b) Kulturelle Globalisierung
.........................................................................................185
(c) Wirtschaftliche Globalisierung
................................................................................186
(d) Politische Globalisierung
.........................................................................................188
(e) Globalisierung der gesellschaftliche Kommunikation
durch die
modernen Kommunikationstechnologien
..................................................................189
3. Probleme einer Theorie der Globalisierung
...........................................................191
(a) Zum Bezugsrahmen
..................................................................................................191
(b) Strukturprobleme von Glokalisierung
....................................................................201
4. Mitgliedschaft in der glokalisierten
Gesellschaft
..................................................205
(a) Die veränderte Wettbewerbssituation
....................................................................207
(b) Anforderungen an die Organisationsstrukturen
..................................................210
(c) Kritik der totalen Kommunikation
..........................................................................212
Kapitel VI: Strukturprobleme der sozialen Integration ...............................................217
1. Die klassische soziologische Integrationstheorie
................................................219
2. Die evolutionären Inklusionen
...................................................................................223
(a) Die Vermehrung der Teilnahmechancen
...............................................................224
(b) Negative und positive Solidarität
..............................................................................227
3. Das struturelle Integrationsproblem
.........................................................................230
4. Desillusionierung
..........................................................................................................235
(a) Demokratie im Wettbewerb sozialer Ordnungen
..................................................235
(b) Steuerungssysteme des westlichen politischen Systems
.................................240
Veränderte Problemstellungen
......................................................................................
251
(a) Strukturelle Konfliktlagen
...........................................................................................
252
(b) Zur Neuorientierung der Integrationstheorie
........................................................
257
Soziologie der Mitgliedschaft und die Neufassung der
Theorie sozialer Integration:
Folgerungen
........................................................................................................................
261
1. Mitgliedschaftstheoretische Beschreibung sozialer
Systeme .............................. 261
2. Funktionale Differenzierung
.........................................................................................
262
3. Neufassung der Theorie sozialer Integration
........................................................... 264
Literatur ................................................................................................................................. 269
Das Buch ist erschienen im VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage. Wir bedanken uns bei Frank Engelhardt (Fachbereich Soziologie) für die Erteilung der Abdruckgenehmigung.
Diesen Artikel als PDF-Datei herunterladen